2007-07-06

Strand in Polen
Polen.




Der Grund warums hier so ruhig war. War für eineinhalb Wochen in Polen. Zuerst am Opener Festival. Feines Festival, auch wenn für meinen geschmack einwenig groß (ca 40.000 Leute) Aber he, Beastie Boys live! Dazu noch die Roots, LCD-Soundsystem und die alles Andere in den Schatten stellende Björk!. Alter Peppi, war das ein Hammerkonzert. Richtig gut.

Nach dem Festival noch durch Nordpolen getuckert und das Land erforscht. Polen hat riesige wunderschön weiße Sandstrände so weit das Auge reicht. Teilweise recht Touristisch, das Ganze. (Aber alles nur Polen die in Polen Urlaub machen, Ausländer findet man keine) Und Polen hat eine Sanddüne. Eine richtig Fette. Also zumindest die größte (und einzige) Sanddüne die ich bis jetzt gesehen hab. Wir sind dann noch quer durchs Land gefahren mit einen Zwischenstopp in Poznan nach Krakau.

Dabei ist mir aufgefallen das Polen allgemein immer total böse schauen. Kein Mensch geht durch die Straßen oder Felder und lächelt. Oder zumindest hab ich die paar nicht getroffen. Wenn man dann aber um hilfe fragt, dann sind Polen überaschend Freundlich und helfen mit allen Mitteln und hängen sich richtig rein. Und wenn man dann auch noch mit einem freundlichen "Tschinkuje" seinen Dank zum Ausdruck bringt, dann hat man ein Lächeln sicher!

Poznan ist eine supersaubere und komplett rundumrenovierte Stadt mit herrlichem Stadtplatz und richtig großen pompösen(!) alten Gebäuden.

Nach dem kurzen zwischenstop sind wir dann weiter nach Krakau. Studentenstadt Nummer eins in Polen. Dort waren wir leider auch nur einen Abend und den darauffolgenden Morgen. Das hat aber schon mal einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Es gibt wieder ein echt monströsen Stadtplatz wo in der Mitte das Marktamt ist. Dort sind dann alle Touristen und Feuer-Jongleure und so weiter. Pulsierendes Stadtleben mit internationalem Flair. (ich sollte Werbetexter für Reisekataloge werden..)

Was aber glaub ich viel interessanter ist das alte jüdische Viertel in das wir uns zurückgezogen haben. Zuerst haben wir in einen total Netten Innenhof was gegessen und danach sind wir in einer sehr geilen Bar versumpft. An der Bar hat einfach mehr gestimmt als normal ist. Uralte Backsteinwände. Um in den Hinteren Raum zu kommen muß man durch einen alten Kasten an der Wand gehen. Fotoausstellung. Schönes licht, wunderbare Musik und die schönst hergerichtete Bar die ich je gesehen hab. Leider hab ich keine Ahnung wie die Bar geheißen also muß man sie selber finden. Auf alle die rommigste Bar auf dem großen Platz im jüdischen Viertel.

Tja, und eigentlich wollt ich ja nichts oder nur sehr wenig hier schreiben, aber jetzt ists doch a bissl was geworden.

Ach ja. Das Essen in Polen. Essen ist ja ein fundamentaler Bestandteil von Urlaub. Und das Essen in Polen ist sehr deftig aber voigas gut. Nationalespeise ist Borschtsch. Das ist eine klare Rote Rüben Suppe wo man manchmal eine Einlage dazu bekommt manchmal nicht. Das sind dann meist so Tortellini-Dinger mit Fleischfülle oder so eine Strudelschnitte. Das Ganze ist also dunkelrot-lila und alles was drin schwimmt wird auch dunkelrot-lila. Schaut zwar komisch aus, schmeckt aber sehr gut.

Und nach der Suppe gibts dann Pirogie. Das ist sowas ähnliches wie Kärtner Kasnudel. Schauen genau gleich aus, die Fülle ist aber entweder Fleisch, Kraut oder Kartoffel mit Frischkäse (also genau die Kärnter Version, heißt ihn polen aber Pierogi ruski, also die Russische Version.)

Pierogie sind supergut oder so lala. Je nach dem wo wir sie gegessen haben. Dazu gibts manchmal a Sauerkraut. Superfeines Sauerkraut.

So, und jetzt hab ich wieder hunger. Na Bravo.